Das Miteinander gewinnt bei den Special Olympics Bayern

Schwimmfest im Ansbacher Aquella

170 Athleten aus ganz Bayern haben sich am Wochenende im Ansbacher Aquella beim Schwimmfest der Special Olympics Bayern und der Diakonie Neuendettelsau in unterschiedlichsten Disziplinen gemessen.

„Das Miteinander steht bei uns ganz klar im Mittelpunkt, daher ist es auch nicht wirklich wichtig welcher Athlet nun auf dem ersten, zweiten oder dritten Platz landet“, so Sebastian Stuhlinger, Pressesprecher der Special Olympics Bayern.

Foto: Bastian Glückselig
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Foto: Bastian Glückselig

Sport wird als Mittel der Inklusion und Motivation gesehen, vermittelt Selbstsicherheit und Vertrauen. Deswegen wird auf homogene Leistungsklassen geachtet und die Gruppenläufe so zusammengestellt, dass bei der Siegerehrung jeder eine Medaille bekommt. Natürlich gibt es Emotionen, sogar sehr viel mehr als es bei Menschen ohne geistiger Behinderung, aber die Freude und der Spaß überwiegt.

Foto: Bastian Glückselig
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„Wichtig ist für uns, dass unsere Sportler auch klar als Athleten wahrgenommen werden“, stellt Stuhlinger klar. Und bei den Schwimmstilen und Leistungen wird schnell deutlich, dass eine Behinderung nicht bedeutet, weniger gut oder langsamer zu schwimmen als andere. Jeder Schwimmer wird von einem Voluntier aus Schulen der Region begleitet und bekommt die notwendige Hilfestellung. Mal mehr, mal weniger.

„Ohne Unterstützung der lokalen Vereine und des Aquellas ginge so eine Veranstaltung nicht“, betont Angela Mausser, Organisatorin der Diakonie Neuendettelsau. So kommen viele Kampfrichter oder Zeitnehmer aus Ansbacher Vereinen wie dem TSV. Die Absicherung erfolgt durch die Ansbacher DLRG. Das Aquella bleibt ganze zwei Tage für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen. Neben der Diakonie stellte aus der Region auch die Lebenshilfe Teilnehmer.

Foto: Bastian Glückselig
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Ausscheidungswettkämpfe wurden keine ausgetragen, vielmehr das Netzwerken und der Spaß standen im Vordergrund des Schwimmfestes. „Inklusion funktioniert am besten, wenn Sportler zu uns kommen und mit uns und unseren Athleten trainieren und gemeinsam Freude am Sport haben“, so Angela Mausser. Besonders schön zeigt sich das bei den sogenannten Unified Wettkämpfen, bei denen Schwimmer mit und ohne Behinderung mit- und gegeneinander antreten.

Aus Neuendettelsau kommt auch einer von sieben Athleten, welche Deutschland bei den Weltspielen in Abu Dhabi vertreten. Moritz Glotz reist bald mit seinen Kameraden und drei Trainern zusammen mit der 229 Personen umfassenden deutschen Delegation nach Dubai, wo die Schwimmwettkämpfe ausgetragen werden. Trainieren kann man mit den Neuendettelsauer Schwimmern drei mal pro Woche, einmal davon im Aquella. Insgesamt sind 90 Schwimmer vom Kindesalter bis zum Senior bei der Diakonie aktiv.

Foto: Bastian Glückselig
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Foto: Bastian Glückselig
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Auch die am 18.02.2019 vorgestellten Teilnehmerin Daniela Schuster, war sehr erfolgreich. Sie holte zweimal Gold (in 50 und 100 Meter Freistil) und jeweils Silber in der Staffel und 200 Meter Freistil. Wir sagen Herzlichen Glückwunsch, auch allen anderen Teilnehmer und Danke an die Organisatoren für diese tolle Veranstaltung.


Quelle und Bilder: Bastian Glückselig

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