Die CSU-Fraktion im Kreistag informierte sich in Dambach, Gemeinde Ehingen

Gemeinschaftshaus Dambach im Ehrenamt errichtet

Auf Einladung von Bürgermeister Friedrich Steinacker besuchte die CSU-Kreistagsfraktion das Gemeinschaftshaus Dambach.

Nachdem in Dambach das Dorfwirtshaus geschlossen wurde, wollten Ortsbürger gemeinsam einen Treffpunkt schaffen, um das rege Vereins- und Dorfleben im Ortsteil der Gemeinde Ehingen mit ca. 145 Einwohnern aufrecht zu erhalten. Dieser Gedanke wurde schließlich in die Tat umgesetzt.

An der Stelle des  abgerissenen Pfarrstadels und unter Einbeziehung des Pfarrhauses entstand in den Jahren 2012 bis 2014 ein Gebäude, das in seiner  Funktionalität allen Anforderungen der Vereine und kirchlichen Gruppen gerecht wurde. Dabei wurden die denkmalpflegerischen und ortsbildprägenden Aspekte ebenso berücksichtigt wie eine zeitgemäße Architektur und Bauweise unter Einhaltung der neuesten energetischen  Standards.

 Bürgermeister Friedrich Steinacker wies auf die enorme Eigenleistung der Dambacher Ortsbewohner hin. Bis auf wenige Gewerke wurden die allermeisten Arbeiten von Freiwilligen aus dem Ort  erledigt. Im Ergebnis wurden insgesamt  nahezu 20000 ehrenamtlich geleistete Stunden gezählt.

 Fraktionsvorsitzender Stefan Horndasch bezeichnete das Haus als ein Musterbeispiel für das Leistungsvermögen ehrenamtlichen Engagements. Eine große Stärke des Landkreises Ansbach sei das Ehrenamt, wobei man den Landkreis Ansbach mit über 12.500 Ehrenamtskarten als den „Ehrenamtslandkreis“ in Bayern bezeichnen darf.

 Betrieben wird das Gemeinschaftshaus vom Kulturverein Dambach, in dem alle Ortsvereine vertreten sind. In den zurückliegenden Jahren hat sich erfreulicherweise ein  überaus großer Zusammenhalt in der Dambacher Dorfgemeinschaft   entwickelt. Festzustellen ist  eine gewisse Bodenständigkeit der jüngeren Ortsbewohner, die vermehrt  ortsansässig bleiben möchten,  was sich in zunehmender Bautätigkeit sowohl bei Neubau-  als auch bei Sanierungsvorhaben im Dorfkern  ausdrückt.

CSU-Kreistagsfraktion spielt im Gemeinschaftshaus Dambach Kicker. Foto: CSU-Kreistagsfraktion

Im Obergeschoß dieses Gemeinschaftshauses ist nun noch ein sogenannter Infopunkt zur römischen Vergangenheit von Dambach geplant.  Dabei soll nicht nur auf das ehemalige Kastell Dambach, welches sich nordöstlich des Ortes im Bereich der heutigen Hammerschmiede mit dem Kreutweiher befand, sondern auch auf den ehemaligen Limesforscher, dem Apotheker  Wilhelm Kohl (1848 – 1898),  Bezug genommen werden. Dieser verbrachte als Pfarrersohn seine Jugend im Dambach und hat sich später große Verdienste bei Ausgrabungen zur Erforschung des Limes erworben.  Ab 1879 war Kohl Apotheker in Weißenburg mit eigener Apotheke. Die von Kohl betriebene Apotheke besteht noch heute (Einhorn-Apotheke); ihre Kellergewölbe beherbergen das Apothekenmuseum Weißenburg.

Der ehemalige Limes verläuft diagonal durch das Gemeindegebiet Ehingen. Deshalb soll die kleine Ausstellung und Dokumentation als Bindeglied zwischen den vorhandenen  großen Einrichtungen in Weißenburg und dem Limeseum in Ruffenhofen fungieren. Sie stellt keine Konkurrenz zu den vorhandenen Museen dar, sondern ortsbezogene Ergänzung.  Wertvolle Fundstücke, die dort gezeigt werden, stammen unter anderem auch aus Dambach, das zur Römerzeit große Bedeutung hatte. Das Projekt soll maßgeblich mit Leader-Fördermittel der EU  finanziert werden.

Zu vertretbaren Kosten soll bei einem künftig geringen Betreuungsaufwand eine Darstellung auf lange Dauer geschaffen werden.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig sieht in der weiteren Aufbereitung des Weltkulturerbes Limes wie in Dambach einen weiteren sehr wichtigen Baustein für Naherholung, Tourismus und Heimatverbundenheit. Hier gebe es noch viele Möglichkeiten für weitere Maßnahmen in der Region.

Quelle: Landratsamt Ansbach

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