Die CSU-Fraktion im Kreistag von Ansbach informiert sich in Triesdorf

Triesdorf und seine vielfältigen Bildungsreinrichtungen sind ein Leuchtturm in der Bildungsregion Landkreis Ansbach, stellte Fraktionsvorsitzender Stefan Horndasch zu Beginn des Besuchs der CSU-Kreistagsfraktion in Triesdorf fest. Wir haben damit nicht nur für unsere Jugend ein breites Bildungsangebot, sondern über die Landesgrenze genießt der Standort „Landkreis Ansbach“ Bedeutung und zieht Menschen von weither in die Region. Von unschätzbaren Wert sei auch das Fortbildungsangebot in einer Zeit, die lebenslanges Lernen erfordert.

Als wichtig bezeichnete er dabei, die gute Zusammenarbeit verschiedener Träger, um ein Bildungsangebot aus einem Guss bieten zu können.

Die Dynamik der Entwicklung Triesdorfs zu einem der führenden Bildungszentren für Landwirtschaft, Umwelt, Ernährungs– und Versorgungsmanagement geht nach der Darstellung von Bezirksrat Alexander Küßwetter ungebrochen weiter. Derzeit steht der Bauabschnitt I mit der Erneuerung und Neukonzeptionierung der bisherigen Landmaschinenschule als Fachzentrum für Energie- und Landtechnik (FEL) kurz vor dem Abschluss. Der Bezirk investiert in beide Bauabschnitte ca. 18 Mio €. Die Hightec – Phase in der Landwirtschaft und im Bereich regenerierbarer Energien nimmt an Bedeutung zu. Als anwendungsorientierte Einrichtung ist das FEL ein Schrittmacher für die Land- und Energiewirtschaft und eine wichtige Bildungsstätte.

Der Hochschulstandort Triesdorf wird zudem um eine zukunftsorientierte Einrichtung erweitert: Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive der Staatsregierung soll in Triesdorf das Competenzzentrum Digitalisierung Agrarwirtschaft (CODA) angesiedelt werden. Digitale Aktivitäten sollen hier zentral koordiniert, entwickelt und synergetisch gebündelt werden. Dazu laufen derzeit die Verhandlungen mit dem Bezirk, um eine Flächenerweiterung zu ermöglichen. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen der Hochschule für die Zeit ab 2020 eine Summe von 30 Mio. €.

Der Garten- und Landschaftsbau möchte seine Bildungseinrichtung von Freising nach Triesdorf verlagern. Diese Einrichtung bedeutet eine zusätzliche Stärkung des grünen Angebots im Bildungszentrum Triesdorf. Auch hier werden bereits konkrete Planungen vorbereitet.

Gegründet und noch im Aufbau ist das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft, das in der behördlichen Gliederung dem Bay. Landwirtschaftsministerium zugeordnet ist. In der Endstufe sind dort 9 – 11 Stellen angesiedelt. Aufgabe des Kompetenzzentrums Hauswirtschaft ist es, Programme und Schulungen in der Daseinsvorsorge zu entwickeln und durchzuführen.

Die Attraktivität von Triesdorf in seinem gesamten Bildungsangebot besteht im Zusammenwirken zwischen Theorie und praktischer Anwendung. Verstärkend hinzukommt, dass auf kurzen Wegen Schulen und praktische Einrichtungen miteinander vernetzt sind.

Der Landkreis Ansbach ist in Triesdorf ein großer Schulträger für ca.1000 Schüler. Mit dem Neubau der FOS/BOS 2012 und der Gründung der Fachschule für Umweltschutztechnologie und regenerative Energien baut der Landkreis Ansbach derzeit gemeinsam mit dem Markt Weidenbach eine neue Turnhalle. Diese kommt dann allen Schülern und Studenten in Weidenbach und Triesdorf zugute. „Aktuell beginnt der Landkreis Ansbach mit den Planungen für den Neubau des Standortes Triesdorf des Beruflichen Schulzentrums Ansbach. Das beauftragte Architekturbüro arbeitet an den Entwürfen, um das notwendige Raumprogramm und die Parkplätze wirtschaftlich zu gestalten.“ erläutert Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Als Ausbildungsrichtungen werden Tierpfleger, Tierwirt (Fachrichtungen Schaf und Geflügel), Fachkraft Agrarservice, Milchwirtschaftliche Laboranten, Landwirt und Landwirt Hochschule dual geboten.

Einen persönlichen Eindruck von der Baustelle der Zweifachturnhalle verschaffte sich die CSU-Kreistagsfraktion ebenfalls. Hier wurde mit Initiative des Landkreises die Möglichkeit eröffnet, dass sich das sportliche Angebot für den Standort Triesdorf erheblich verbessert. Zu den Kosten des Projekts, welches von der Gemeinde Weidenbach getragen wird, mit 4,6 Millionen € wird der Landkreis einen Zuschuss i.H.v. ca. 750.000 € geben, zudem besteht auch eine Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von 2,2 Millionen €. Bürgermeister Gerhard Siegler wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die erhebliche Förderung des Freistaats Bayern nur dadurch ermöglicht wurde, dass der Landkreis Ansbach in die Errichtung mit eingestiegen ist.

Fachschule für Familienpflege in Ansbach

Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, dass zum Beginn des Schuljahres 2018/2019 durch das Staatl. Berufliche Schulzentrum Ansbach-Triesdorf eine Staatliche Fachschule für Familienpflege am Standort Ansbach eingerichtet wird.

Diese Möglichkeit ergibt sich, weil bedauerlicherweise die zweijährige Fachschule für Familienpflege des Evangelischen Bildungszentrums Hesselberg nach über 40 Jahren im Herbst 2018 wegen zu geringer Auslastung geschlossen werden musste.

Nach der Probeeinschreibung werden in der geplanten Eingangsklasse eine Mindeststärke von 16 Schülerinnen und Schülern zuverlässig erreicht werden. Ebenso sind eine ausreichende Anzahl von Praktikumsplätzen für den fachpraktischen Übungsbereich (kurze Praktika von ein bis zwei Wochen) und Praxisstellen für das Berufspraktikum (ein halbes Jahr Vollzeit-Praktikum) vorhanden.

Investitionskosten sind für den Landkreis damit nicht verbunden. Vom Landkreis ist allerdings der laufende Sachaufwand zu tragen, wobei auch Gastschulbeiträge erhoben werden können.

Förderprogramm Hebammenversorgung

Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, dass der Landkreis Ansbach staatliche Fördermittel zur Hebammenversorgung beantragt (sog. Fördersäule 1 der „Richtlinie zur Förderung der Geburtshilfe in Bayern“).

Zuwendungsempfänger wären der Landkreis und die kreisfreie Stadt Ansbach als Träger des Kommunalunternehmens ANregiomed.

Als Inhalt der Förderung kommt in Betracht, dass ANregiomed den Beleg-Hebammen auf Wunsch kostenlos eine Unterkunft zur Verfügung stellt.

Zudem ist beabsichtigt, dass ANregiomed Werbemaßnahmen zur Personalgewinnung startet und teilweise auch eine unmittelbare Unterstützung freier Hebammen gewährt. In der Klinik Rothenburg könnte eine sog. Kreissaalassistenz eingesetzt werden, welche die Hebammen bei verwaltungsmäßigen Aufgaben, wie etwa Bestellungen und Organisation entlastet.

Der Landkreis Ansbach und die Stadt Ansbach als Zuweisungsempfänger müssten sich dann gemeinsam mit insgesamt 10 % der förderfähigen Kosten beteiligen.

Förderung der Jugendarbeit der SG TSV/DJK Herrieden

Die SG TSV/DJK Herrieden soll für die energetische Sanierung des Sportheimes (Dachgeschoss), den Umbau des Schießstandes und den Einbau von vollelektronischen Schießständen richtliniengemäß einen Kreiszuschuss in Höhe von 10 % der förderfähigen Aufwendungen erhalten. Mitumfasst von der Maßnahme sind auch die Sanierung und die Abdichtung des Treppenaufgangs.

Die SG TSV / DJK Herrieden erfüllt die Fördervoraussetzungen des Landkreises auch hinsichtlich des Anteils an Jugendlichen, da von den 1.118 Gesamtmitgliedern 550 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind.

Unterstützung für kommunale Musikschulen

Seit 2009 hat der Landkreis Ansbach die Förderung kommunaler Musikschulen im Landkreis und der Musikschule der Stadt Ansbach für die Landkreisschüler wieder aufgenommen. Es ist beabsichtigt, die Arbeit der Musikschulen in Höhe von 10,00 € pro Schüler mit einem Gesamtbetrag von 25.920,00 € zu fördern. Am Jahresanfang 2018 waren insgesamt 2.592 förderfähige Schülerinnen und Schüler der kommunalen Musikschulen gemeldet. Im Jahre 2011 waren es hingegen nur 1.774 Schülerinnen und Schüler.

Die Schülerinnen und Schüler verteilen sich derzeit wie folgt:

Musikschule DKB/FEU/Herrieden/WASS : 1.366 Schüler
Musikschule ROT :287 Schüler
Musikschule Windsbach :428 Schüler
Musikschule Colmberg : 67 Schüler
Musikschule Heilsbronn : 316 Schüler
Musikschule Ansbach (Anteil Landkreis): 128 Schüler.

Eine derartige Förderung durch Landkreise ist bayernweit keinesfalls selbstverständlich, stellt aber einen wichtigen Bestandteil für die musikalische Ausbildung unserer Schulkinder dar.

Auf Antrag der CSU-Kreistagsfraktion wird seit diesem Jahr die musikalische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen noch stärker gefördert, als dies bisher schon der Fall gewesen ist.

Nach Auffassung der CSU-Kreistagsfraktion ließ die Förderung allein der Musikschulen unberücksichtigt, dass ein großer Anteil der musikalischen Ausbildung in unserem Landkreis auch in Blaskapellen, Posaunenchören, Gesangvereinen und Orchestern erfolgt.

Auch hier erhalten die Kinder und Jugendlichen eine musikalische Ausbildung. Zugleich wird hier auch noch der Gemeinschaftssinn im Sinne von Vereins- und Verbandsarbeit gestärkt.

Unterstützung der Rothenburger Projektschmiede e.V. und der Wertstoffzentrum Veitsbronn gGmbH

Die CSU-Kreistagsfraktion spricht sich dafür aus, der Rothenburger Projektschmiede e.V. für weitere zwei Jahre für den Betrieb des Gebrauchtwarenkaufhauses eine monatliche Förderung von 825 € zukommen zu lassen.

Die Rothenburger Projektschmiede e.V. wurde im Dezember 1997 im Hinblick auf die steigende Arbeitslosigkeit – mit Unterstützung des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Rothenburg – ins Leben gerufen.

Zweck des Vereins ist es, Menschen ohne Arbeit bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen und Haushalten mit geringem Einkommen eine günstige Einkaufsmöglichkeit zu bieten. Die Rothenburger Projektschmiede e.V. ist gemeinnützig tätig und Mitglied im Diakonischen Werk Bayern.

Durch das Angebot verschiedener Beschäftigungsmodelle mit sozialpädagogischer Betreuung werden Kenntnisse vertieft und um neue Inhalte ergänzt, um den Wiedereinstieg in den 1. Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Damit bietet sich gerade für Menschen, die vom Jobcenter des Landkreises Ansbach betreut werden, eine Möglichkeit, wieder wirtschaftlich eigenständig zu werden.

Zudem leistet die Rothenburger Projektschmiede e.V. durch den Verkauf gebrauchter Güter und Waren einen entscheidenden Beitrag zur Schonung unserer Umwelt.

Aus den gleichen Überlegungen heraus ist die CSU-Kreistagsfraktion auch der Meinung, dass die Förderung der Wertstoffzentrum Veitsbronn gGmbH zum Betrieb des Diakonie-Gebrauchtwarenhofs in Heilsbronn für weitere drei Jahre in Höhe von 825,00 € monatlich ebenfalls fortgesetzt wird.

Quelle: Stefan Horndasch

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