Ein Brautkleid aus weißen Rosen

Madlene Bölter gestaltete ein florales Brautkleid in der Diakonie-Gärtnerei

Ein wunderschönes, zart nach Blumen duftendes Kleid, das nach nur ein paar Tagen an Schönheit verliert: die 18-jährige Madlene Bölter erzählt die Geschichte des floralen Brautkleids, ihres Kunstprojekts im Rahmen der Ausbildung an der Laurentius-Fachoberschule.

Über 180 Blumen zieren eine Frauenbüste in der Gärtnerei der Diakonie Neuendettelsau. Die Blumenköpfe von Gerberas, Rosen, Hortensien und Anthurien in hellen Weißtönen ergeben das einmalige florale Brautkleid, das Madlene Bölter geschaffen hat.

Die 18-Jährige geht auf die Laurentius-Fachoberschule in Neuendettelsau mit der Fachrichtung Gestaltung. Im Laufe des Schuljahres werden auch mehrere Praktika absolviert. Drei Monate verbrachte die Schülerin in der Nürnberger Schneiderei für Brautmode „Elise De Luxe“. Derzeit schnuppert sie für weitere zwei Monate in die Floristikabteilung der Gärtnerei der Diakonie Neuendettelsau. „Ich finde Blumen total schön. Das liegt schon bei mir in der Familie, meine Mutter liebt Blumen“, erklärt sie, warum sie sich für die Floristik interessiert.

Brautkleid von Madlene Bölter aus 180 Blumen. Foto: Diakonie Neuendettelsau/Amanda Müller

„Für die Projektarbeit wollte ich sowohl die Schneiderei als auch die Floristik verbinden“, erzählt Madlene. Angefangen hat sie mit ein paar Skizzen. Hier ein Kleid, dort ein paar Blumen. Irgendwann kam ihr dann die Idee, ein florales Brautkleid zu entwerfen. Die Umsetzung hat sie mit Benjamin Weiß besprochen. Er leitet die Diakonie-Gärtnerei und lobt die Kreativität und den Einsatz der jungen Künstlerin.

Die Büste bekam Madlene von der Schneiderei. In der Gärtnerei machte sie sich dann an die Arbeit. Sie umwickelte die Büste mit Frischhaltefolie, um sie vor einer Beschädigung zu bewahren. Anschließend entwickelte sie ein Drahtgestell in Form des Brautkleides. „Jetzt musste ich nur noch herausfinden, wie ich die Blumen so daran befestige, dass sie nicht am nächsten Morgen schon welk sind“, sagt Madlene Bölter. Die Lösung fand die 18-Jährige in Steckschwämmen, die sie auf das Drahtgestell montierte. „Am längsten gedauert hat aber das Anstecken der Blumen“, verrät sie lächelnd.

Wie lang das florale Brautkleid blühen wird, kann sie nicht sagen. „Ich denke, dass es nach einer Woche schon nicht mehr ganz so toll aussieht“, bedauert sie. Deswegen wurde jeder Projektschritt auf Fotos festgehalten. „Ich hoffe, dass ich für mein Projekt mit einer guten Note belohnt werde“, strahlt Madlene.

Quelle: Diakoniewerk Neuendettelsau

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