🐝Es war einmal ein Bienenschwarm🐝

Eine süße Geschichte über eine Bienenkönigin auf Wohnungssuche in Ansbach

Es war einmal … So fängt doch jedes gute Märchen an. Nur dass es hier um die Realität geht. Viele Leute haben sich die ganze Geschichte zum Bienenschwarm und dessen Rettung gewünscht. Doch wir wären nicht Fränkischer, wenn wir die Sachen nicht „anderster“ angehen würden. Lasst euch verzaubern und taucht ein, in die wundersame Welt des Ansbacher Bienenvolkes auf Wohnungssuche und dessen Rettung.

Es war einmal …

Foto: Luise Mortag

… eine wunderschöne und dicke Bienenkönigin. Ihr Volk war ihr treu ergeben. Nach einigen Jahren im hauseigenen Bienentopf wollte sie einen radikalen Tapetenwechsel. So begab sie sich, zunächst einmal alleine, auf die Suche nach einem neuen angemessenen und interessanten Ort für sich und ihr gesamtes Bienenvolk.

Eine Biene macht noch keinen Summer!

Bei Sonnenschein und betört durch die frühlingshaften, süßen Gerüche von Blumen und Pollen flog sie dahin und erblickte sogleich ein wundersames und verschlafenes Städtchen in Mittelfranken. Die Regierungshauptstadt sollte es sein, gerade gut genug für eine echte Majestät. Zwei hohe Kirchturmspitzen führten sie direkt in die Innenstadt, und auch der Duft einer Eisdiele trug dazu bei, dass dieses Örtchen doch wie gemacht war für Ihre königliche Hoheit. Sie machte eine kleine royale Verschnaufpause auf einem merkwürdigen Gefährt, mit zwei Rädern und einer Vorrichtung, worauf Menschen ihr Gesäß beim Vorwärtsbewegen platzieren; damit hatte sie schon einige Menschen gesehen. Eine flotte Biene – ja, das wollte sie sein!

Fährte und Gefährte?

In der Zwischenzeit wurde das Verschwinden der Bienenkönigin bemerkt, und wie es sich für ein treu ergebenes Völkchen gehört, folgten sie zugleich der Fährte der Königin. Sie erblickte sie wenig später zwischen zwei Kirchturmspitzen auf dem Gefährt der Menschen.

Die Freude war groß. Die Königin war von ihrem treuen Bienenvolk ganz aus dem Häuschen, und ihre Untertanen begeistert vom neuen Château zwischen zwei Rädern. Doch schon bald wurde der Bienenkönigin bewusst, dass dieses Gefährt vielleicht doch nicht ganz der passende Zielpunkt ihrer Suche nach einem neuen Zuhauses war und so flog weiter auf dem weitläufigen Platz zwischen den zwei Kirchtürmen.

Optiker und optimal?

Hier hatte sie eine riesige Auswahl an Schaufenstern mit schützenden Ecken und interessanten Brillengestellen, und entschied sich für einen der vielen Optiker. Doch auch hier musste sie feststellen, war es nicht optimal. Viele Menschen hatten Angst vor ihr und ihrem großen Gefolge. Das wunderte sie ein bisschen. Hatten sich nicht diese vielen, lieben Ansbacher vor nicht allzu langer Zeit für ihre Art mit dem Volksbegehren eingesetzt?

Schon fast am Verzweifeln an der schwierigen Wohnungssuche hier in Ansbach, kam ihr Retter und Erlöser. Besorgte Menschen hatten die Feuerwehr als Immobilienmakler für Bienen gerufen. Diese schickten einen Profi für die Wohnbedürfnisse von Bienenvölkern. Er war so fürsorglich und packte die Bienenkönigin und ihr gesamtes Volk direkt ein und vereinfachte so den Umzug.

Wo ein Willi ist, ist ein Weg

Das sah vielleicht ein bisschen grob aus, aber die Bienenkönigin weiß wie schwer es ist, so ein Völkchen von tausenden Bienchen zusammenzuhalten. Und so ergaben sie sich gerne dem lieben hilfsbereiten Menschen. Ein paar Wasserspritzer auf ihren Flügeln beruhigte das Volk und führte zu einer kurzen Flugunfähigkeit, was das ganze Prozedere wirklich vereinfachte.

Nach einer kurzen Reise in ein oder zwei Boxen durfte das Volk sein neues Zuhause dann auch begutachten. Die Bienenkönigin war natürlich die Erste, die vom Helfer direkt in das passendes Zuhause hineingesetzt wurde. Und so folgten ihr die abertausend fleißigen Bienchen zugleich und nahmen das neue Nest direkt in Beschlag.

Foto: Luise Mortag

Die Bienenkönig war mit sich und ihrem Volk sehr zufrieden und dankbar für die Hilfe der Zweibeiner. Die Wohnungssuche in Ansbach war doch nicht so einfach, wie sie zu Beginn gedacht hatte. Aber am Ende ist ja alles gut gegangen. Als kleines Dankeschön bestäuben sie nun die Umgebung von Ansbach und tun ihr Bestes, um den leckeren Honig zu produzieren, auf den die Menschen so scharf waren. Und so leben sie nun bis an ihr Lebensende zufrieden und fleißig im Ansbacher Landkreis. – Und wir…kommen ins Schwärmen…

The End


Biene Maja, Willi und ein paar Hundert anderer Kumpels beim Fahrradaus-Flug am Ansbacher Martin-Luther-Platz

Vielen Dank an Andrea Grauf für diese besondere Bild!

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