Extreme Schneelage in Bayern – Einsatzkräfte in Katastrophengebiet entsandt

Heute rund 300 weitere ehrenamtliche Kräfte der DLRG im Einsatz

Aufgrund der extremen Schneelage in Bayern haben bereits mehrere Landkreise den Katastrophenfall erklärt. Im Landkreis Traunstein hat das dortige Landratsamt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bayern um Unterstützung gebeten. Daraufhin wurden umgehend DLRG-Einsatzkräfte in das Katastrophengebiet entsandt.

Bereits seit Tagen sind bayernweit DLRG-Einheiten punktuell bei entsprechenden Schneelagen im Einsatz. Am Donnerstagabend, 10.01.2019, begaben sich auf Anforderung der zuständigen Katastrophenschutzbehörde DLRG-Einsatzkräfte aus dem südlichen Oberbayern zur Katastrophenhilfe in den Landkreis Traunstein. Von Freitag, 11.01.2019 bis Samstagabend, 12.01.2019 befanden sich zusätzlich ein Wasserrettungszug aus Alpenland (Oberbayern) und Oberfranken im Einsatzgebiet. Damit waren an diesem Tag insgesamt mehr als 100 DLRG-Helfer im Einsatz.

Die Kräfte der beiden Wasserrettungszüge Alpenland und Oberfranken sind nach sehr erfolgreicher Arbeit mittlerweile wieder an ihre Heimatstandorte zurückgekehrt. Am Sonntag, 13.01.2019 hat die DLRG-Bayern auf Anforderung der Katastrophenschutzbehörde weitere Einsatzkräfte, darunter sechs Wasserrettungszüge aus allen bayerischen Bezirken, mit insgesamt mehr als 300 Einsatzkräften in das Katastrophengebiet entsandt.

Die im Katastrophengebiet eingesetzten DLRG-Helfer haben insbesondere die Aufgaben, unter spezieller Absturzsicherung Dächer von Schneemassen zu befreien, die eigenen Kräfte sowie Helfer anderer Hilfsorganisationen sanitätsdienstlich abzusichern und Versorgungsfahrten durchzuführen. Die Helfer sind unter anderem mit spezieller Sicherungstechnik zur Absturzsicherung, Schneeschaufeln und Allradfahrzeugen ausgerüstet.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der DLRG Bayern werden vorläufig bis mindestens Sonntagabend 13.01.2019, im Katastrophengebiet tätig sein. Das weitere Vorgehen wird – je nach Bedarf und Wetterlage – durch die Verantwortlichen vor Ort entschieden. „Selbstverständlich stehen unsere Einsatzkräfte in ganz Bayern bei Bedarf auch für die Hilfe in weiteren Bereichen jederzeit zur Verfügung“, sagt Sven Slovacek, Leiter Einsatz der DLRG in Bayern. Die DLRG Bayern ist im ständig im Kontakt mit den Behörden und hat ihnen weitere Hilfe bereits angeboten. Erfahrungen mit einer Schneekatastrophe konnte die DLRG Bayern bereits im Jahr 2006 im Bayerischen Wald sammeln.

Über die DLRG

Mit rund 1.800.000 Mitgliedern und Förderern ist die DLRG weltweit die größte Organisation für die Wasserrettung und eine der großen Hilfsorganisationen in Deutschland. Mehr: dlrg.de

Über die DLRG Bayern

Die DLRG hat in Bayern rund 167.000 Mitglieder und Förderer und ist maßgeblich in den Rettungsdienst und den Zivil-/Katastrophenschutz des Landes integriert. Die DLRG Bayern gibt Hinweise zur Sicherheit am Wasser und bildet jährlich über 30.000 Menschen im Schwimmen und Retten aus. Ein Netz von Rettungsstationen, Schnelleinsatzgruppen und Wasserrettungszügen ermöglicht jederzeit kompetente Hilfe. Dabei arbeiten wir mit den anderen Hilfsorganisationen Hand in Hand. Die gesamte Arbeit wird vom Ehrenamt getragen, in über 100 Ortsgliederungen. Mehr: bayern.dlrg.de

Quelle: DLRG Ansbach

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