Förderprogramm für die Innenentwicklung vorgestellt

Der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal war zu Gast in Wittelshofen. Die Hesselberggemeinde befindet sich derzeit in einem Dorferneuerungsverfahren und hat den Besuchern einige Maßnahmen vorgestellt. Gute Nachrichten hatte Westphal dazu auch noch im Gepäck: In Zukunft soll die Innenentwicklung der Dörfer noch besser gefördert werden.

Bürgermeister Werner Leibrich und einige Gemeinderäte nutzten den Besuch des Abgeordneten, um einige der Maßnahmen, die im Rahmen der Dorferneuerung geplant sind, vorzustellen. Leerstehende Gebäude im Ortskern werden dabei abgerissen und die Fläche einer neuen Nutzung zugeführt. Dazu hatte Westphal gute Nachrichten für die Kommune dabei: „Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat eine neue Initiative zur Förderung des ländlichen Raumes gestartet. Wir wollen die Menschen und Familien in den Dörfern halten oder dorthin zurückholen. Dazu brauchen wir lebendige Ortskerne und eine positive Innenentwicklung bei unseren Dörfern. Damit begegnen wir zugleich dem Flächenverbrauch, indem wir auf Freiwilligkeit statt auf zusätzliche Paragraphen setzen. Nach dem Motto ‚Innen statt außen‘ ist es daher sinnvoll, das Instrument der Dorferneuerung zu stärken. Künftig erhalten daher Kommunen bis zu 80 Prozent Förderung, wenn sie leerstehende Gebäude modernisieren, instand setzen oder abbrechen, um die Grundstücke für eine Wiederbebauung bereitzustellen. Für finanzschwache und vom Bevölkerungsrückgang besonders stark betroffene Gemeinden sind sogar bis zu 90 Prozent Förderung möglich.“

Westphal ergänzte: „Ein solches Förderprogramm kommt Gemeinden wie Wittelshofen zu Gute, die versuchen ihren Ortskern zu stärken und attraktiv zu halten. Darüber hinaus sollen mit der Initiative ‚HeimatUnternehmen‘ auch Kleinstunternehmen der Grundversorgung mit bis zu 200.000 Euro bei Investitionen oder Neugründungen unterstützt werden. Eine wohnortnahe Versorgung mit Metzgern, Bäckern oder Dorfläden ist ein wichtiger Standortfaktor bei uns im ländlichen Raum.“

Auch der Bürgermeister begrüßte diese Information: „Im Rahmen der Dorferneuerung wollen wir vor allem unseren Ortskern stärken. Zusammen mit dem Amt für ländliche Entwicklung in Ansbach werde ich die Fördermöglichkeiten, die uns heute in Aussicht gestellt wurden, für unsere Projekte prüfen. Das Programm kommt genau zur richtigen Zeit, da viele Kommunen in unserer Region das Thema Leerstand und Innenentwicklung momentan angehen.“

Während dem Rundgang durch den Ort, an dem auch der Merkendorfer Bürgermeister und CSU-Direktkandidat für den Bezirkstag Hans Popp teilnahm, wurde die Biogasanlage von Martin und Heinrich Reichert besichtigt. Die Anlage wurde 2006 gebaut und versorgt mittlerweile einen großen Teil der Gemeinde mit Wärme und Strom. Vor Ort konnten die Gemeinderäte auch die weitere Entwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit dem Abgeordneten diskutieren, dessen Familie ebenfalls eine Biogasanlage betreibt.

Abschließend erörterten der Bürgermeister und die Gemeinderäte mit Westphal noch einige aktuelle Themen wie die Sicherung des Schulstandorts in der Gemeinde. Werner Leibrich erklärte: „Wir haben seit kurzem einen Grundschulverbund mit Ehingen, damit wir unseren Schulstandort auch in Zukunft erhalten können. Das ist sowohl für Ehingen als auch für uns eine gute Lösung.“

Ein weiteres Thema war eine mögliche Ortsumfahrung der Gemeinde und dem weiteren Vorgehen dazu. Westphal betonte: „Wichtig ist, dass die Ortsumfahrung Wittelshofen im neuen Staatsstraßenausbauplan aufgenommen wird. Dies können wir gemeinsam erreichen, wenn sich zum einen die ganze Gemeinde für eine Ortsumfahrung ausspricht und auch wir innerhalb der Region geschlossen auftreten und uns für wichtige Projekte entscheiden. Einen ersten Anlauf dazu habe ich im vergangenen Herbst bereits mit einer Verkehrskonferenz gemacht, bei der unter anderem auch die Bedeutung der Staatstraße 2218 herausgestellt wurde.“

Quelle: Manuel Westphal, MdL

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