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Im Team des Seniorenzentrums Hospital arbeitet Verena Weiß gern

Seit fünf Jahren ist die junge Frau auf einem Außenarbeitsplatz der Bruckberger Werkstatt für behinderte Menschen im Einsatz

„Verena gehört dazu – und wenn sie nicht da ist, fehlt etwas“, meint Birgit Frank, die Leiterin des Seniorenzentrums Hospital. Die 28-jährige Verena Weiß hat eine Lernbehinderung und arbeitet als Stationshelferin in der Ansbacher Senioreneinrichtung.

Vor ziemlich genau fünf Jahren wagte sie den Sprung aus der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Bruckberg auf einen Außenarbeitsplatz. Unterstützt wurde sie dabei von Diakon Dieter Arnold, dem Integrationsbegleiter der Bruckberger Werkstatt.

Verena Weiß ist bei ihren Eltern aufgewachsen und verbringt auch heute noch viele Wochenenden und ihren Urlaub dort. Nach dem Besuch des Förderzentrums in Neuendettelsau absolvierte sie den Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen in Bruckberg. Zunächst arbeitete sie dort in einer Arbeitsgruppe, in der vor allem Verpackungsarbeiten erledigt werden. Verenas Wunsch war es schon immer, mit Menschen und in einem Team zu arbeiten. Ihr Praktikum im Seniorenzentrum Hospital verlief so erfolgreich, dass sie danach auf einen dauerhaften ausgelagerten Werkstatt-Arbeitsplatz übernommen wurde. „Sie ist damit zwar noch Angehörige der Werkstatt Bruckberg und wird auch weiterhin von uns begleitet“, erklärt Dieter Arnold, „ihr Arbeitsplatz ist aber im Seniorenzentrum Hospital“.

Verena Weiß arbeitet im Seniorenzentrum Hospital in Ansbach als Stationshelferin. Dort wird sie aber weiter von der Werkstatt für behinderte Menschen begleitet. Foto: Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller

„Mir macht die Arbeit hier Spaß“, erzählt die junge Frau, die als Stationshelferin für hauswirtschaftliche Tätigkeiten und Botengänge zuständig ist. Damit entlastet sie die Fachkräfte von Routinearbeiten und ist ein sehr geschätztes Mitglied im Team „ihrer“ Station. Wegen ihres freundlichen Wesens ist sie bei den Bewohnern besonders beliebt. Für alle hat sie immer ein strahlendes Lächeln und ein paar nette Worte parat. „Das Modell hat sich bewährt“, bestätigen auch Birgit Frank und Pflegedienstleitung Grit Werner. Von der Werkstatt Bruckberg arbeiten derzeit neun Beschäftigte auf ausgelagerten Arbeitsplätzen. Sie sind in der Industrie, im Handwerk und in der Landwirtschaft ebenso im Einsatz wie in einem Kindergarten und in weiteren Seniorenheimen.

Integrationsbegleiter Dieter Arnold (links) von der Werkstatt für behinderte Menschen in Bruckberg betreut Beschäftigte wie Verena Weiß, die auf Außenarbeitsplätzen tätig sind. Foto: Diakonie Neuendettelsau/Thomas Schaller

Die Integrationsbegleitung wird vom Bezirk Mittelfranken besonders gefördert. Dieter Arnold nimmt sich dabei erst einmal Zeit für die Beratung, um den Menschen, seine Wünsche, Träume und Ziele kennenzulernen. Dann werden praktische Kompetenzen bis hin zur Bewerbung geschult und Praktika absolviert. „Irgendwann findet man eine Stelle, bei der sich Arbeitgeber und Beschäftigter eine gemeinsame Zukunft vorstellen können“, weiß der Integrationsbegleiter. Dieter Arnold begleitet die Beschäftigten im Job dann vor Ort dauerhaft: Um Ärger am Arbeitsplatz kümmert er sich genauso wie um Liebeskummer.

Verena Weiß hat nach dem ersten Schritt mit einem Arbeitsplatz in Ansbach inzwischen den zweiten folgen lassen. 2015 zog sie von zuhause aus und wohnt seitdem in einer betreuten Wohngemeinschaft ganz in der Nähe ihres Arbeitsplatzes und gestaltet so ihr Leben ganz nach ihren eigenen Wünschen.

Quelle: Diakonie Neuendettelsau

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