Kripo sagt Danke – Frau schützt mehrfach vor Betrügern

Hermann Lennert, Leiter der Ansbacher Kriminalpolizei, überreicht Comfort Hirschmann einen Blumenstrauß und einen Restaurantgutschein. Grund: „Dankenswerterweise denkt Frau Hirschmann für ihre Kunden mit. Dadurch, dass sie nicht einfach gedanken- und verantwortungslos deren Überweisungswünsche ausführt, schützt sie ihre Kunden davor, Betrügern aufzusitzen“, so Lennert gegenüber Fränkischer beim heutigen (12. Otober 2018) Pressegespräch in den Räumen der Ansbacher Kripo.

Comfort Hirschmann ist 46 Jahre und kommt an der Seite ihres Partners zum Termin in die Schlesierstraße. In der Eyber Straße in Ansbach betreibt sie einen Afro-Frisiersalon, in dem sie darüber hinaus auch als Mitarbeiterin eines Finanzdienstleisters Überweisungen für Kunden in die ganze Welt tätigt. MoneyGram, so der Name des Unternehmens, wickelt anonyme Geldtransaktionen ab. Die Einzahler erhalten einen achtstelligen Code. Mit einem solchen kann der Empfänger in einer von über 340 000 Filialen auf der ganzen Welt das Geld abholen. Zwangsläufig nutzen auch Trickbetrüger diese Methode, um durch Liebes-, Gewinn- oder Erbschaftsversprechen veranlasste Zahlungen arglosen Opfern ihr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wo andere nur an den eigenen Umsatz denken, fühlt Hirschmann mit ihren Kunden mit: „Ich mache das, weil es mir im Herzen weh tut, und ich will den Leuten helfen, weil das Geld auch schwer verdient ist.“ Sie handelt – und das immer wieder -, wenn ihr etwas seltsam vorkommt, zum Beispiel wenn ein und dieselbe Person wiederholt Geld an eine neue Verlobte in ein fernes Land schicken möchte. Für Heinz Schuh, Betrugsermittler bei der Ansbacher Kripo, eine lobenswerte Hilfe im Kampf gegen solche Trickbetrüger. Schon mehrfach konnte die Polizei dann die (potienziellen) Opfer in einem Gespräch aufklären.

„Prävention“, so Lennert, „ist hier extrem wichtig. Wann immer sich jemand meldet und es dabei um Geld, um Vermögen oder um Schmuck geht, von wem auch immer das ausgeht und mit welcher zum Teil angeblich dringenden Geschichte an jemanden herangetreten wird“, rät Lennert, „wenn Sie weder diesen Menschen noch einen wirklich realen und plausiblen Hintergrund kennen, sollten die Alarmglocken klingeln.

Vorsichtshalber also immer die Polizei informieren!!

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