Mal-, Zeichen- und Anschaubuch zu Kaspar Hauser erschienen

Die Ansbacher Zeichnerin Renate Bogenreuther nähert sich dem Thema Kaspar Hauser mit einen Mal-, Zeichen- und Anschaubuch auf ungewöhnliche Weise. Zeitgenössische Zeichnungen der Biedermeierzeit dienen ihr als Vorlagen, um einen neuen Zugang zum berühmtesten Findelkind der Welt zu schaffen.

Passend zum 20-jährigen Jubiläum der Kaspar-Hauser-Festspiele in Ansbach erfolgt am Sonntag, den 29. Juli 2018, um 13.30 Uhr im Zuge der Ausstellungseröffnung „Wo wären wir hingekommen, wenn wir intelligent gewesen wären“ im Kunsthaus Reitbahn 3 die Vorstellung des ersten Mal-, Zeichen- und Anschaubuchs zu Kaspar Hauser. Die Zeichnungen von und über Kaspar Hauser präsentieren auf rund 50 Seiten Bekanntes und Unbekanntes über den 1833 in Ansbach ermordeten Jüngling, dessen Herkunft bis heute nicht geklärt werden konnte. Die Zeichnerin und Kulturpreisträgerin der Stadt Ansbach, Renate Bogenreuther, schuf mit ihren Umzeichnungen Vorlagen, die zum kontemplativen Ausmalen einladen. Historische Abbildungen Ansbachs der Biedermeierzeit, typische Szenen aus der Biographie vom Attentat bis zum Grab, oder ein handgeschriebenes Gedicht Hausers mit selbst gezeichneter Rose führen in eine eigene Welt. Hier soll der Betrachter seiner Phantasie freien Lauf lassen, wenn es etwa gilt, die Vision eines Gesichts selbst zu interpretieren. Idylle und Privatheit der Gesellschaft um 1833 zeigen Szenen im bürgerlichen Kreis, Ausflügler vor der Silhouette Ansbachs oder ein Jahrmarkt mit der schaurig schönen Moritat zu Kaspar Hauser. Mit einer Einführung zum Mythos Kaspar Hauser durch den Historiker Wolfgang F. Reddig versehen, ist ein schön bebildertes Büchlein entstanden, das eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema für Jung und Alt bietet.

Das Mal-, Zeichen- und Anschaubuch ist im Markgrafenmuseum, beim Kunsthaus Reitbahn 3 sowie im Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Ansbach für 9,95 € erhältlich.

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