RESPECT – Frühjahrsprogramm 2019

Veränderung beginnt bei dir (Respect)

Das Frühjahrsprogramm 2019 von RESPECT läuft bereits seit Februar. Wir möchten euch aber die noch ausstehenden Veranstaltungen nicht vorenthalten:

Alle Termine im Überblick

Di 9.4. RESPECT-Kino: Der marktgerechte Patient
Do 11.4. RESPECT-Vortrag: Klimafreundlich einkaufen
Do 2.5. RESPECT-Ausstellung: Boden unter meinen Füßen
Di 7.5. RESPECT-Aktion: Fährtenlesen
Di 7.5. RESPECT-Kino: Auf der Jagd
Di 14.5. RESPECT-Kino: Zu gut für die Tonne
Do 23.5. RESPECT-Vortrag: Europa
Di 28.5. RESPECT-Vortrag: Zeit für den Wandel
Di 4.6. RESPECT-Kino: Welcome to Sodom


Di 2.4., 19.30 Kammerspiele (Saal)
RESPECT-Kino:
Das Wunder von Mals

IT, AT 2018, 88 Min, FSK 0
Dokumentation von Alexander Schiebel
Eintritt frei

In seinem Film „Das Wunder von Mals“ berichtet der Dokumentarfilmer Alexander Schieber, wie sich eine Handvoll Malser gegen Pestizide und gegen eine übermächtige Lobby aus Obstbauern, Bauernbund, Landesregierung und Konzerne zur Wehr setzt. Bei einer Volksabstimmung entscheiden sich schließlich 76 Prozent der Bürger für eine Zukunft ohne Glyphosat und Co. Mals soll zur ersten pestizidfreien Gemeinde Europas werden.

In Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung
Diskussionspartnerin: Isabella Hirsch (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft)


Di 9.4., 19.30 Kammerspiele (Saal)
RESPECT-Kino:
Der marktgerechte Patient

DE 2019, 82 Min., FSK 12
Dokumentation von Leslie Franke und Herdolor Lorenz
Eintritt frei

Es gibt zwar bereits zahllose Berichte über skandalöse Zustände in den deutschen Krankenhäusern, doch erstaunlicherweise fehlt dabei fast immer der Bezug auf die wesentliche Ursache dieser Zustände: Die seit 2003 verbindliche Vergütung der Krankenhäuser durch sog. Fallpauschalen. Das heißt, jede diagnostizierbare Krankheit hat einen fixen Preis – wer mit möglichst geringen Personal-, Sach- und Organisationskosten den Patienten optimal schnell abfertigt, macht Gewinn – wer sich auf die Patienten einlässt und Tarife zahlt, macht Verlust. Die Einführung der sog. DRGs (Diagnosis Related Groups) war der radikale Schritt zur kompromisslosen Kommerzialisierung eines Bereichs, der bis dahin vom Gedanken der Empathie und Fürsorge getragen wurde. Seither wird der Mensch dort, wo er am Verletzlichsten ist, nämlich als hilfsbedürftiger Patient, den gnadenlosen Prinzipien von Gewinn und Verlust untergeordnet.

Diskussionspartner:
Dr. Gerhard Sontheimer, Vorstand ANregiomed und Harald Weinberg MdB, Sprecher des Volksbegehrens
„Stoppt den Pflegenotstand“ und des Bündnisses „Krankenhaus statt Fabrik“.


Do 11.4., 18.30 Klimaladen (Kannenstr. 6)
RESPECT-Vortrag:
Kann man im Supermarkt klimafreundlich einkaufen?

Eintritt frei

73 Prozent der Konsumenten legen beim Einkauf Wert auf die regionale Herkunft der gekauften Lebensmittel. So steht es im Ernährungsreport 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Der Trend „immer exotischer“ scheint sich umzukehren.
Welche ökologischen Vorzüge haben regionale Lebensmittel? Wie erkennt man, ob die Lebensmittel tatsachlich aus der Region stammen? Wie aussagekräftig sind Labels? Welche Inhaltsstoffe sind besonders hervorzuheben? Erfahren Sie mehr über die Vorteile der heimischen Superfoods.

Uta Toellner, Ernährungsberaterin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V., gibt in ihrem Vortrag Tipps zum klimafreundlichen Einkauf von Lebensmitteln im Supermarkt.


2.5.-15.6. Klimaladen (Kannenstr. 6)
RESPECT-Ausstellung:
Boden unter meinen Füßen

„Beeindruckend, faszinierend und originell“ so lautet das Urteil der Jury über die Siegerfotos des Fotowettbewerbs „Boden unter meinen Füßen“. Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) hatte Fotografen dazu aufgerufen, mit einem Bild zu zeigen, welche Bedeutung der Boden für sie persönlich hat.
„Wir wollten darauf aufmerksam machen, dass unser Boden eine sehr kostbare Ressource ist und weltweit zunehmend durch Klimawandel, intensive Landwirtschaft und Versiegelung gefährdet ist“, so das Umweltteam des VSB. Insgesamt wurden 13 Bilder prämiert. Das Siegerbild und weitere 21 der 125 eingereichten Fotos sind in der Ausstellung zu sehen.

Foto: Preisträgerfoto des Wettbewerbs: ©Thomas Schneid aus Wemding

Öffnungszeiten: Mo und Di, 10 – 17 Uhr, Do 10 – 18 Uhr, Fr 10 – 15 Uhr


Di 7.5., 16.00 Waldkindergarten (Wasserzell)
RESPECT-Aktion:
Fährtenlesen für Jung- und Alt

Ein Schnupperworkshop
Eintritt frei

Die Spuren der Tiere sind etwas ganz Besonderes. Hier hat ein Lebewesen etwas hinterlassen, über das du mit ihm Verbindung aufnehmen kannst. Fährtenlesen vermittelt dir auf spannende Art Naturkenntnisse und schärft deine Wahrnehmung. So wirst du zum Detektiv, der immer wieder neue Rätsel der Natur zu lösen hat.

Begleitung: Gunther Dommel, Diplom-Pädagoge, graduierter Wildnispädagoge und ausgebildeter Spurenleser. In Zusammenarbeit mit dem Waldkindergarten „Unterm Blätterdach“

Anmeldung bis zum 28.4. an: info@respect-ansbach.de I T: 0981-205 96 80


© NFP
Di 7.5., 19.30 Kammerspiele (Saal)
RESPECT-Kino:
Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?

DE 2018, 100 Min, FSK 6
Dokumentation von Alice Agneskirchner
Eintritt frei

In ihrem Dokumentarfilm „Wem gehört die Natur?“ beschäftigt sich die Regisseurin Alice Agneskirchner mit komplexen Fragen rund um das Thema Natur: So fragt sie etwa danach, wem die Natur eigentlich gehört – den Menschen, den Tieren oder vielleicht niemandem? Agneskirchner will außerdem herausfinden, ob es so etwas wie unberührte Natur überhaupt noch gibt. Dafür wendet sie sich dem deutschen Wald zu und zeigt, wie viele archaische Lebensräume hierzulande tatsächlich noch
existieren – von den bayerischen Alpen, wo Hirsche in Ruhe grasen können, bis zu Wolfsrevieren in den Wäldern Brandenburgs. Zudem zeigt Agneskirchner, wer hierzulande das Zusammenleben zwischen Mensch und Natur regelt und wer bestimmt, wie viele Wildtiere von Jägern geschossen werden dürfen. Zu diesem Zweck befragt die Regisseurin Jäger, Förster, Waldbesitzer, Wildbiologen, Tierschützer, Bauern und Forstbeamte.

DiskussionspartnerInnen:
Wolfexperte Maximilian Hetzer, Förster aus Trautskirchen
Juliane Sander, Kuratorin der Ausstellung „Wer hat Angst vor´m bösen Wolf“ im Fränkischen Freilandmuseum und Christian Fuhrmann (Jäger im BJV).


Di 14.5., 19.30 Kammerspiele (Saal)
RESPECT-Kino:
Zu gut für die Tonne

Eintritt frei

Allein in Bayern betragen die vermeidbaren Lebensmittelverluste jährlich ca. 1.31 Mio. Tonnen – das entspricht einer Menge von 73.000 vollbeladenen LKW´s. Was kann jeder Einzelne dazu beitragen, an dieser gigantischen Verschwendung etwas zu ändern? Gibt es bereits Initiativen, die sich darum kümmern, dass wir unsere Lebensmittel mehr wertschätzen, dass wir sie, statt wegzuwerfen, noch weiter verwerten oder gar umverteilen?
RESPECT nimmt sich dieser Thematik, nach der Eröffnung der Ansbacher Verteilerstation (s.o.), zusammen mit der Hochschule Ansbach „vor Ort“ an. Im Studiengang „Multimedia und Kommunikation“ sind in den vergangenen Monaten (unter der Leitung von Prof. Renate Hermann) crossmediale Kampagnen konzipiert und umgesetzt worden – zusammen mit Günes Seyfarth, der Gründerin des Münchener Vereins Foodsharing. Die Redaktion FrankenSein.de organisiert nun einen Themenabend zur „Lebensmittelverschwendung“ und lädt dazu regionale und überregionale Akteure zur Präsentation
und Diskussion ein. Vorgestellt werden auch verschiedene Kampagnenelemente der Studierenden und erste Ergebnisse ihrer „Foodsaving“-Aktivitäten.


Do 23.5., 19.30 LOFT (nicht wie urspr. angekündigt am 16.5.)
RESPECT-Vortrag:
Europa – Motor für eine zukunftsfähige Welt?

Eintritt frei

Deutschland hat gemeinsam mit 191 Ländern weltweit 2015 die nachhaltigen Entwicklungsziele verabschiedet. Bis 2030 sollen diese Ziele hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft umgesetzt sein. Erstmals wird dabei der erhebliche Entwicklungsbedarf Europas betont. Unser Lebensmodell ist nicht nachhaltig. Unser Lebensmodell ist aber immer noch Vorbild für viele Menschen weltweit. Leben zu wollen wie wir, das heißt aber, derzeit drei Erden pro Kopf zu verbrauchen.
Auch wenn diese unbequeme Wahrheit niemand auszusprechen wagt, wir leben in einem scheiternten System. Wir brauchen einen anderen Lebensstil, der Wohlstand neu denkt und allen weltweit die Chance gibt, würdevoll und glücklich leben zu können. Mit seinen Impulsen will der Gründer der Nürnberger Transition Town Initiative und Eine Welt-Experte Frank Braun Mut machen, gemeinsam diesen Wandel zu gestalten und zeigen, dass dieser Wandel alternativlos ist und uns keine Angst
machen muss.

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung


Di 28.5., 20.00 Bergwirt (Herrieden)
RESPECT-Vortrag:
„Jetzt ist Zeit für den Wandel” – Nachhaltig leben für eine gute Zukunft

Unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Wir sind nur mehr am Reparieren von Schäden, die wir durch Ausbeutung der Natur und gedankenlosen Umgang mit den Gütern dieser Welt hervorgerufen haben. Freiheit ja, aber in Verantwortung. Das bedeutet immer die Konsequenzen mitzubedenken. Das betrifft nicht nur die Wirtschaft und Technik im Großen, wir alle müssen umdenken, um so einen allgemeinen Gesinnungswandel hervorzurufen.

Wir müssen unsere Eigenverantwortung wieder in vollem Sinn wahrnehmen, auch im Alltag. Referent: Dr. Notker Wolf OSB, Aptprimas em. – Kath. Frauenbund Diözesanverband Eichstätt.
In Zusammenarbeit mit dem EineWeltladen-Herrieden


Di 4.6., 19.30 Kammerspiele (Saal)
RESPECT-Kino:
Welcome to Sodom – dein Handy ist schon hier

Dokumentation, AT 2018, FSK 6
Ein Film von Florian Weigensamer, Christian Krönes
Eintritt frei

Der Dokumentarfilm „Welcome to Sodom“ lässt die Zuschauer hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und portraitiert die Verlierer der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!

Diskussionspartnerin: Dorothée Holuba (Mission EineWelt, Referat Entwicklung und Politik)


Flyer Respect Frühjahrsprogramm 2019


Text und Bilder: Respect, Homepage

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