Sparkasse Ansbach: Umbau des Geschäftsstellennetzes beschlossen

In seiner heutigen Sitzung stimmte der Verwaltungsrat der Sparkasse Ansbach unter dem Vorsitz der Ansbacher Oberbürgermeisterin Carda Seidel und ihres Stellvertreters Landrat Dr. Jürgen Ludwig dem geplanten Umbau des Geschäftsstellennetzes zu.

Bereits vor einem Monat hat unsere Sparkasse die Gründe für diesen notwendigen Schritt gegenüber der Öffentlichkeit umfassend erläutert. Direkt im Anschluss waren die betroffenen Kommunalvertreter, die keinen Sitz im Verwaltungsrat haben, in persönlichen Gesprächen von der Schließungsabsicht informiert worden.

Zum 1. April 2019 werden 16 der 60 personenbesetzten Geschäftsstellen geschlossen, drei weitere werden zu SB-Filialen umgestaltet. Die Sparkasse beendet ihre Präsenz an folgenden Standorten: Ansbach-Meinhardswinden, Ansbach-Schalkhausen, Ansbach-Othmayrstraße, Rügland, Bürglein, Veitsaurach, Geslau, Wörnitz, Weinberg, Feuchtwangen-Südtiroler Straße, Großohrenbronn, Weiltingen, Mönchsroth, Ornbau, Gerolfingen und Großlellenfeld. Die Geschäftsstellen in Ansbach-Welserstraße, Heilsbronn-Bahnhofstraße und Dombühl werden zu Selbstbedienungsstandorten.

Ab dem 1. April 2019 besteht somit das Geschäftsstellennetz der Sparkasse Ansbach aus 14 BeratungsCentern mit Vollangebot, 27 Geschäftsstellen mit kombiniertem Service- und Beratungsangebot, einem medialen BeratungsCenter und 12 SB-Standorten.

„Damit hat unsere Sparkasse immer noch eines der dichtesten Filialnetze der bayerischen Sparkassen vergleichbarer Größe“, erläutert Vorstandsvorsitzender Werner Frieß. „Bereits seit 2010 haben die Sparkassen in Mittelfranken kleinere Standorte geschlossen, ein Prozess, der sich ab 2015 im Zuge der Digitalisierung der Bankgeschäfte immer mehr beschleunigt hat. Unsere Sparkasse kann sich von diesem Trend nicht mehr abkoppeln, sondern auch wir mussten jetzt handeln.“ Weil immer mehr Kunden digitale Zugangswege zur Sparkasse nutzen, hatte die Frequenz in vielen kleinen Geschäftsstellen immer mehr nachgelassen. Pro Stunde Öffnungszeit kommt es in den 19 Geschäftsstellen, die geschlossen bzw. in SB-Standorte umgewandelt werden, nur zu einem bis maximal fünf Servicekontakten. Kundinnen und Kunden dieser Niederlassungen erledigen bereits jetzt schon zwischen 44 und 86 % ihrer Bankgeschäfte in einer anderen, zumeist größeren Geschäftsstelle. Dies führte zu nicht unerheblichen betriebswirtschaftlichen Defiziten in einer Zeit, in der die Zinssituation immer kräftigere Spuren im Ertrag hinterlässt und die Kosten in gleichem Maße steigen.

„Doch wir müssen angemessene Gewinne erzielen, um den immer strikter werdenden Eigenkapitalvorschriften entsprechen zu können“, so Werner Frieß. „Nur wenn dieses Polster dick genug ist, können wir ausreichend Kredite an Privatleute wie Firmen ausgeben, den Wohnungsbau und innovative kleine und mittlere Unternehmen fördern und so zum nachhaltigen Wohlstand unserer Region beitragen. Das ist neben der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Finanzdienstleistungen unsere primäre Aufgabe als Sparkasse.“

Die Verschlankung des Geschäftsstellennetzes ist aber auch eine logische Reaktion auf sich verändernde Kundenbedürfnisse. „Unsere Kunden legen großen Wert darauf, an möglichst vielen Standorten Antworten auf alle ihre finanziellen Fragen zu bekommen und das wohnortnah. Deshalb verlagern wir viel Personal und Fachkompetenz in die Fläche in 14 sogenannte BeratungsCenter mit Vollangebot“, erklärt der stv. Vorstandsvorsitzende Stefan Fink. „Auch die Kunden der jetzt aufgegebenen Geschäftsstellen auf dem flachen Land haben im Extremfall nur maximal 11 Kilometer Weg zu einem der BeratungsCenter zurückzulegen. Oft liegt die Distanz z. B. zur nächstgelegenen Geschäftsstelle sogar noch darunter. Darauf haben wir neben vielen anderen Faktoren bei der Analyse im Vorfeld ein intensives Augenmerk gelegt.“

In den nächsten Tagen werden die Kundinnen und Kunden der von der Schließung betroffenen Geschäftsstellen mit einem Anschreiben des Vorstandes persönlich informiert. „Wir versprechen unseren Kunden, dass sie die ihnen vertrauten Ansprechpartner in der nächstgelegenen Geschäftsstelle bzw. dem nächstgelegenen BeratungsCenter in den allermeisten Fällen wieder antreffen werden“, betont Vorstandsmitglied Ludwig Ochs. „Die Nähe zum Kunden zu bewahren, das ist uns weiterhin ein wichtiges Anliegen.“

Quelle: Sparkasse Ansbach

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