Wanzen suchen Winterquartier im Ansbacher Klinikum

Alljährliches Phänomen am Klinikum Ansbach – keine Gesundheitsgefahr

Jedes Jahr im Herbst, wenn die Nächte kühler werden, ist es das selbe: Aus dem nahe gelegenen Wald kommende Feldwanzen suchen ein warmes Plätzchen für den Winter und dringen deshalb durch geöffnete Fenster und Türen in die Gebäude auf dem Gelände des Klinikums ein. Gerade hat diese „Invasion“, die bis zu drei Wochen dauert, wieder begonnen. Begegnen kann man ihr am besten dadurch, dass Fenster und Türen nach Möglichkeit geschlossen bleiben. Eine Gesundheitsgefährdung für Menschen geht von den Insekten nicht aus, sie gelten aber als „Lästlinge“, weil sie ein übelriechendes Abwehrsekret absondern, wenn sie sich bedroht fühlen. Eine Bekämpfung mit Chemikalien ist deshalb auch nach Ansicht von Schädlingsbekämpfern nicht erforderlich. Dafür müssten hochgiftige Insektizide eingesetzt werden, die für Mensch und Umwelt schädlich wären.

Als Gegenmaßnahme wurde am Klinikum dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Reinigungsdienst und der technische Dienst des Hauses sind mit Verstärkung durch einen externen Dienstleister intensiv damit beschäftigt, die Feldwanzen händisch zu beseitigen. Das Problem konnte dadurch schon stark eingedämmt werden und wird sich bald ganz erledigt haben, wenn wie jedes Jahr der Spuk von selbst vorbeigeht.

Das Gesundheitsamt ist laut Klinikhygiene über das Auftreten der Wanzen und die getroffenen Gegenmaßnahmen informiert. Berichte, wonach im Klinikum Kakerlaken gesichtet worden seien, beruhen offenbar auf Verwechslungen. „Diese Schädlinge gibt es hier definitiv nicht“, sagt dazu Dr. Ingo Eisenhuth, Hygienebeauftragter Arzt der ANregiomed-Kliniken.

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